Abrechnungsformen

Privat versichert

Die Kostenübernahme durch die private Krankenkasse ist in der Regel problemlos möglich. Es gibt wenige Tarife, in denen nur Basisleistungen enthalten sind, die Psychotherapie als Leistung ausgeschlossen haben. Fragen Sie bitte deshalb ihre private Krankenversicherung nach den Formalitäten bei der Inanspruchnahme einer „ambulanten Verhaltenstherapie durch einen Psychologischen Psychotherapeuten“.

Einige Versicherungen fordern nach den ersten probatorischen Sitzungen einen Therapieantrag für die Kostenübernahme, was zu möglichen Wartezeiten führen kann. Bei den meisten Versicherungen genügt jedoch die Rechnungsstellung durch den behandelnden Psychotherapeuten.

Beihilfeberechtigt

Die Kostenübernahme durch die Beihilfe von Bund und Ländern (Beamtenversorgung) verläuft in aller Regel problemlos. Hierfür muss aber ein ausführlicher Antrag durch den Psychotherapeuten gestellt werden.

Selbstzahler

Als Selbstzahler können Sie ohne weitere Formalitäten das Psychotherapieangebot in Anspruch nehmen. In diesem Fall erfolgt keine Weitergabe von Patientendaten an die Krankenversicherung. Dieser Weg wird bevorzugt von Personen gewählt, die den Wechsel in eine private Krankenversicherung, die Verbeamtung oder den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bzw. Lebensversicherung planen oder manchmal auch, wenn diese eine Führungsposition innehaben.

Die Abrechnung richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Eine 50-minütige Sitzung Verhaltenstherapie (Ziffer 870) wird demnach aktuell mit einem Honorar von 100,56 € in Rechnung gestellt. Diagnostische Fragebögen und Tests sowie deren Auswertung werden mit einer Gebühr von je 11,80 € berechnet.

Gesetzlich versichert

Zwar verfüge ich über eine Approbation und einen Eintrag im Arztregister der kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, jedoch nicht über eine sogenannte „ Kassenzulassung“. Die Zahl der niedergelassenen Psychotherapeuten und -therapeutinnen mit Kassenzulassung wird durch die Kassenärztliche Vereinigung auf Basis einer Bedarfsplanung begrenzt. Demnach zählt die Region München zu den mit Psychotherapiepraxen weit überversorgten Regionen, wenngleich die Realität bei der Suche nach einem Therapieplatz ein anderes Bild widerspiegelt.

In Ausnahmefällen ist eine Abrechnung mit einer gesetzlichen Krankenkasse auch in einer Privatpraxis über das sogenannte „Kostenerstattungsverfahren“ möglich. Weitergehende Informationen zur Kostenerstattung finden Sie im Ratgeber Kostenerstattung der Bundespsychotherapeutenkammer und in der Patienteninformation der Deutschen Psychotherapeuten-Vereinigung. Sie können sich auch direkt bei Ihrer Krankenkasse erkundigen, um herauszufinden, wie diese zu einer Psychotherapie im Kostenerstattungsverfahren steht.